Bares Für Rares Betrugsmasche: Polizei Warnt Vor Gefälschten TV-Experten Und Dreister Haustür-Abzocke

Bares Für Rares Betrugsmasche: Polizei Warnt Vor Gefälschten TV-Experten Und Dreister Haustür-Abzocke

Tribuswinkel - Thomas Zinnbauer bekam Bares für Rares - NÖN.at

Die ZDF-Erfolgsshow „Bares für Rares“ erfreut sich nach wie vor enormer Beliebtheit, doch Kriminelle nutzen den guten Ruf von Moderator Horst Lichter und dem Händler-Team zunehmend für kriminelle Machenschaften aus. Ermittlungsbehörden melden eine besorgniserregende Zunahme von Betrugsfällen, bei denen Abzocker vorgeben, im Auftrag der Sendung Antiquitäten, Goldschmuck oder Kunstgegenstände aufzukaufen. Insbesondere ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Täter.



Kategorie Details & Warnhinweise
Hauptzielgruppe Senioren und Besitzer wertvoller Erbstücke
Bekannte Maschen Fake-Zeitungsanzeigen, gefälschte Visitenkarten, unangekündigte Hausbesuche
Falsche Behauptung „Im offiziellen Auftrag von ZDF / Bares für Rares unterwegs“
Schadensbild Massiver finanzieller Verlust, Diebstahl von Bargeld und Schmuck
Offizieller Kanal Bewerbungen laufen ausschließlich über das Online-Portal des ZDF

Die fiesen Methoden: Wie Betrüger den Ruf der TV-Kultshow missbrauchen

Die Vorgehensweise der Täter ist extrem dreist und setzt gezielt auf das Vertrauen, das die TV-Sendung in der Bevölkerung genießt. Häufig schalten die Betrüger Annoncen in lokalen Tageszeitungen oder verteilen Flyer in Briefkästen mit Aufschriften wie „Kaufe Pelze, Gold und Antiquitäten – Bekannt aus dem Fernsehen“. Rufen interessierte Bürger die angegebene Telefonnummer an, vereinbaren die falschen Aufkäufer zügig Hausbesuche.

Vor Ort treten die Kriminellen meist zu zweit auf. Ein angeblicher Experte lenkt die Bewohner ab, während der Komplize Schränke und Räume nach Bargeld oder echtem Schmuck durchsucht. In anderen Fällen schätzen die Betrüger hochwertige Erbstücke extrem minderwertig ein und reden den Opfern ein, das Objekt sei nahezu wertlos. Sie kaufen das Stück für einen Bruchteil des eigentlichen Wertes ab und veräußern es anschließend mit enormem Gewinn.

Auch im digitalen Raum nimmt die Betrugsmasche weiter zu. Kriminelle erstellen gefälschte Profile von bekannten TV-Händlern auf Plattformen wie Facebook oder Instagram. Über diese Profile kontaktieren sie Nutzer, versprechen Vorab-Einschätzungen von Wertgegenständen und verlangen dafür unberechtigte Bearbeitungsgebühren per Vorkasse.

Wie Sie sich schützen: Woran Sie echte Experten und Abzocker erkennen

Um sich vor der Bares für Rares Betrugsmasche zu schützen, gilt eine eiserne Grundregel der Ermittler: Das ZDF und das Produktionsteam der Sendung schicken niemals unaufgefordert Händler oder Experten zu Ihnen nach Hause. Eine Schätzung oder ein Verkauf für die Show findet ausnahmslos im Rahmen der offiziellen Dreharbeiten oder nach einer eigenen schriftlichen Bewerbung statt.

Wichtige Verhaltensregeln zum Schutz vor Abzocke:



  • Keine unaufgeforderten Besucher hineinlassen: Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung, die vorgeben, spontan Antiquitäten oder Edelmetalle aufkaufen zu wollen.
  • Keine Vorkasse leisten: Echte Gutachter verlangen niemals Geldtransfers oder Gebühren im Voraus für eine simple Besichtigung.
  • Anzeigen kritisch hinterfragen: Logos öffentlich-rechtlicher Sender auf Flyern oder Visitenkarten sind in diesem Kontext fast immer Fälschungen.
  • Unabhängige Angebote einholen: Lassen Sie wertvolle Erbstücke bei Zweifeln von lokal ansässigen, eingetragenen Goldschmieden oder Auktionshäusern schätzen.

"Bares für Rares": Experten Colmar Schulte-Goltz, Wendela Horz ...

"Bares für Rares": Experten Colmar Schulte-Goltz, Wendela Horz ...

Ermittlungen und neue Präventionsmaßnahmen für 2026

Polizeidienststellen und Verbraucherschutzzentralen haben ihre Aufklärungskampagnen nochmals intensiviert. Grund dafür sind verfeinerte Betrugsmethoden, bei denen Kriminelle gefälschte Dienstausweise mit QR-Codes nutzen oder per Telefon-Spoofing gefälschte Telefonnummern bekannter TV-Sendeanstalten auf dem Display anzeigen lassen.

Wer Opfer einer solchen Masche geworden ist oder einen Verdacht hegt, sollte unverzüglich die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen. Die Behörden raten dazu, Visitenkarten, Inserate oder Fahrzeugkennzeichen der Verdächtigen umgehend zu sichern. Das ZDF betont auf seinen offiziellen Portalen regelmäßig, dass Betroffene bei Unsicherheiten direkt den Zenderservice kontaktieren können, um die Authentizität von Anfragen zu überprüfen.


„Bares für Rares": Horst Lichter will Sendung abbrechen - DerWesten.de

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